Verletzung auf der Fohlenweide

Die Verletzung am linken Vorderbein wurde von der Tierärztin in Witzwil genäht, so gut es ging. (Ein Stück Haut fehlte).

 

Das Fohlen bekam von ihr auch eine Antibiotikum-Spritze.

 

Nach der Verbandabnahme (2 Tage später) sieht das Bein schön schlank aus, nur am Verband-Ende zeigt sich eine leichte "Stau"-Schwellung.

 

Der Allgemeinzustand inkl. Appetit und Körpertemperatur waren normal.

2 Tage später:

 

Der Wundverschluss beginnt sich etwas auseinander zu ziehen. Das nicht zu nähende Loch zeigt eine weissliche Sekretion.

 

(Allgemeinzustand i.O.)

 

Statt Antibiotika gabs von nun an Globuli (was die Witzwiler Wärter nicht verstanden..)

wieder 2 Tage später:


Die Naht beginnt immer deutlicher zu platzen.

 

Die Verletzung heilt nicht -wie z.B. nach einer Operation- problemlos ab.

 

Weil die Wunde nicht sauber ist, muss der Körper den "Dreck" ausschwemmen.

 

Die Sekretion ist ein Zeichen dafür, dass die Wunde nicht sauber war.


 

 

Der Druck von innen durch das reagierende Gewebe lässt die Naht platzen.

 

Die Wunde beginnt zu stinken und wird wie immer mit verdünnter Calendula-Lösung gereinigt und zum Schutz wieder verbunden.

 

(Allgemeinzustand i.O.)

Die Fäden sind (von selber) weg.

 

Der stinkende Eiter bringt den "Dreck" zum Vorschein.

 

Dem Fohlen gehts nach wie vor gut.

 

(Natürlich ist die Zwangsboxenhaltung nicht gerade toll...)

Der Verband bleibt von nun an weg. (Die Luft hilft mit zur Abtrocknung und Wundheilung).

 

Es hat sich neues Gewebe gebildet und der Eiter ist schon fast ganz abgeflossen.

Der weisse Bereich in der Mitte der Wunde zeigt noch etwas eiternde Sekretion.


 

Der Verband bleibt weg.

 

Die Wunde granuliert auf, neues Gewebe bildet sich.


Der Eiter ist schon fast gänzlich abgeflossen. Der weisse Bereich in der Mitte der Wunde zeigt noch etwas eiternde Sekretion.

 

 

 

 

Bemerkung: Das Fohlen hat infolge Strahlfäule vorne rechts einen Bockhuf bekommen. Kontrollieren Sie Ihre Fohlen auf der Weide immer selber nach! Je älter die Tiere sind, desto schwieriger lassen sich solche Fehlstellungen korrigieren..

Die Luft tut der Verletzung gut, die Wundheilung verläuft normal.

 

Der Wundbereich ist vollständig trocken.

 

Eine regelmässige Reinigung ist nicht mehr nötig.

 

 

 

 

 

Interessant ist sicher auch, dass sich überhaupt kein die wildes Fleisch gebildet hat!

Heilungsverlauf i.O.

 

 

 

 

 

 

 

 

Schlussbemerkungen:

 

Die Wund verheilt in der Folge vollständig und ohne bleibende Verhärtung/Schwellung.

 

 

Die Wahl des passenden Mittels richtet sich nach dem Verlauf der Wundheilung:

- Allg.-Zustand/Appetit

   normal?

- auffälliges Verhalten

   (z.B. starke Abwehr)?

- Fieber?

- starke Schmerzen?

- übermässige

   Schwellung?

- auffällig verfärbt?

- etc..

 

 

 

 

 

 

Wenn die Wundheilung und vor allem der Allgemeinzustand (Appetit, Verhalten) normal sind, braucht es ausser der Wundpflege keine zusätzlichen Medikamente, auch keine homöopathischen.