Grenzen der Homöopathie


...sind dort zu suchen, wo keine Eigenregulierung mehr möglich ist.


Homöopathische Arzneimittel sind nicht allmächtig. Sie können gelegentlich auch „begleitend" zur Schulmedizin verabreicht werden. Obwohl die Homöopathie durchaus ihre Grenzen besitzt wie jede andere Therapieform, so gilt doch: Homöopathie gehört zu den wenigen medizinischen Richtungen, bei denen die körpereigene Abwehr unterstützt wird, anstatt sie zu behindern.


Grundsätzlich lassen sich alle Krankheiten (akute und chronische Krankheiten, psychische Erkrankungen, Verhaltensstörungen) behandeln, sofern der Körper imstande ist, zu reagieren.


Die Homöopathie ist eine spezifische Regulationstherapie. Ihre Grenzen sind dort zu sehen, wo die Eigenregulation nicht mehr möglich ist.


Hierzu gehören:
Knochenbrüche oder andere Verletzungen, die chirurgisch versorgt werden müssen. Erkrankungen oder Veränderungen, die eine Operation erforderlich machen, z.B. Darmverschluss, bei der Geburt: Absolut zu grosse Frucht, zu enges Becken erfordern einen Kaiserschnitt etc..


Erkrankungen, bei denen substituiert werden muss, z.B. ein schwerer Diabetes (homöopathische Therapie bei leichten Formen sehr gut möglich), Kalziuminfusionen bei festliegenden Kühen nach der Geburt,Infusionen nach grossem Blutverlust usw..


Krankheitszustände, bei denen die eigene Selbstheilungsenergie kaum mehr vorhanden ist und deshalb auch nicht mobilisiert/gefördert werden kann (Krebs, Krankheiten mit zu grossen Organveränderungen, schwere Lungenentzündung,...).


Hochgradige degenerative oder sonstige Veränderungen von Organen wie Leber, Niere usw., bei denen nicht mehr genügend funktionsfähiges Gewebe bzw. Gewebe, dessen Funktion sich aktivieren liesse, vorhanden ist. Dies gilt auch für tumorös veränderte Organe.


In Grenzfällen kann die Homöopathie oft noch hilfreich unterstützend eingesetzt werden, aber eine Heilung ist auch homöopathisch nicht mehr möglich.


Schwere Infektionen (bakterielle, virale), bei denen die Abwehrkräfte des Organismus nicht mehr zur Eigenregulation fähig oder anzuregen sind. Im Anfangsstadium einer Infektion kann jedoch ein passendes Homöopathikum einen schweren Verlauf verhindern und schnell, sanft und sicher heilen.


Durch lange Vorbehandlung z.B. mit Kortison, Schmerzmitteln u.ä. ist die Ansprechbarkeit auf das passende homöopathische Arzneimittel evtl. nicht (nicht mehr) gegeben.
Haltungs- und Fütterungsfehler, chronische Vergiftung (auch durchMedikamente), Exposition gegenüber schädigenden Umwelteinflüssen, andauernde Überanstrengung oder Bewegungsarmut etc.


Grenzen ergeben sich auch dann (vor allem in der Tiermedizin), wenn sich die Symptome nicht in ausreichendem Masse erkennen oder erfragen lassen, auch wenn z.B. die Beobachtung durch den Tierbesitzer nicht möglich ist. Wenn man keine individuellen Symptome findet oder erfragen kann, oder die Symptome nicht ausreichend sind für eine Arzneimittelwahl, ist eine homöopathische Therapie sicher weniger erfolgversprechend.


Homöopathie kann wieder aufrichten und heilen, was gestört, jedoch nicht, was bereits zerstört ist.


"Harmonie in uns und unserer Umwelt ist der perfekte Schutz gegen Krankheiten jeglicher Art"
Dr. Mohinder Singh Jus, SHI, Zug