Wie wirkt die Homöopathie?


Die Homöopathie hat einen ganz anderen Zugang zum Patienten als die Schulmedizin. Sie behandelt keine Krankheiten, sondern kranke Tiere (kranke Menschen). Dazu dient keine medizinische Diagnose (z.B. Arthrose, Erbrechen, Durchfall etc.), sondern die jedem einzelnen eigene, individuelle Art, eine Störung auszudrücken.


Individualität ist der Schlüssel zur homöopathischen Verschreibung. Dies bedeutet, dass wir in jedem einzelnen Fall diejenigen Symptome berücksichtigen, die nur bei unserem Patienten zu beobachten sind und die ihn von allen anderen unterscheiden, die ebenfalls an der gleichen Krankheit leiden. Jedes Tier und jeder Mensch besitzt seine eigenen Neigungen, Stärken und Schwächen und reagiert auf äussere Einflüsse auf seine eigene Art und Weise. Diese Eigenheiten helfen der Homöopathin, das Krankheitsbild als Ganzes zu erfassen, das „Übel" an der Wurzel zu packen und so den Zustand zu heilen.

Wir müssen neben möglichen Ursachen und Auslöser vor allem die auffälligen und ungewöhnlichen Zeichen und Symptome eines Krankheitsbildes finden, die nichts zu tun haben mit der Krankheit, an der er gerade leidet. Diese Symptome sind typisch für den Patienten und nicht für seine Krankheit. Denn es ist ja unser Ziel, mit der homöopathischen Medizin die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen und den Kranken zu heilen und nicht nur die Symptome seiner Krankheit zu entfernen, deretwegen der Patient unsere Praxis aufgesucht hat. Die Krankheit ist das Resultat des Problems, aber nicht das Problem selber.


Die Homöopathie tötet bei einer Infektionskrankheit (z.B. Schnupfen) nicht den vermeintlichen Krankheitserreger (Virus, Bakterium) ab. Sie versucht, das Gleichgewicht im Körper wieder herzustellen, damit der Organismus selbst (durch Normalisierung/ Gesundung des Gewebes) die Erreger bekämpfen kann und Heilung eintritt. Ein gut nach Symptomenähnlichkeit gewähltes Medikament rüttelt an den Wurzeln unserer Energieblockaden und setzt an der gestörten Dynamis (Lebenskraft) an, wie Hahnemann die Vitalsphäre nannte.