Der Verlauf


Ein gut nach Symptomenähnlichkeit gewähltes Medikament wirkt wie der Anstoss auf ein in Ruhe befindliches Pendel. Wenn es einmal in Schwingung versetzt ist, muss es nicht ständig neu angestossen werden. Homöopathie rüttelt an den Wurzeln unserer Energieblockaden. Eine Besserung akuter Beschwerden erfolgt dann meist spontan, sanft und problemlos.


Da sich viele Beschwerdebilder im Verlauf längerer Zeiträume herausgebildet haben (chronische Krankheiten), wird deren „Auflösung" naturgemäss auch längere Zeit (einige Wochen oder Monate) in Anspruch nehmen. Das will jedoch nicht heissen, dass der positive Einfluss eines passenden Heilmittels in den meisten Fällen nicht bereits nach kurzer Zeit feststellbar sein wird. Die Beurteilung des Patienten nach der Verabreichung eines homöopathischen Mittels ist von grosser Wichtigkeit! Wegweisend ist dabei IMMER der Allgemeinzustand! Dieser zeigt uns i.d.R. den Schweregrad der Erkrankung an. Bei den Tieren ist meistens der Appetit massgebend.


Bzgl. Erstverschlimmerung: Das homöopathische Heilmittel kann nur Symptome provozieren, die latent schon vorhanden sind oder es einmal waren. Es sind nie Neue im Sinn einer Nebenwirkung wie bei chemischen Medikamenten. (Von denen der Schulmediziner ja auch sagt, sie wirken nur, wenn sie auch Nebenwirkungen hätten...)


Eine Erstverschlimmerung geht immer mit einer Besserung des Allgemeinzustandes einher, wenn nicht, handelt es sich mit grosser Wahrscheinlichkeit um eine Verschlimmerung der Krankheit)


Mögliche Probleme: Vorbehandlungen, keine Lebenskraft mehr etc..

siehe Kapitel „Grenzen der Homöopathie"


Die positive Wirkung eines homöopathischen Heilmittels geht bei weitem über die Indikation hinaus, deretwegen die Arznei ursprünglich gewählt wurde. Sie macht sich oft auch in einer Erhöhung der Lebensfreude und Lebenskraft bemerkbar (glänzenderes Fell, wieder auftretender Spieltrieb, gestärktes Selbstbewusstsein, grössere Leistungsbereitschaft etc.). Im Zuge dieser Entwicklung schwinden auch die einzelnen Symptome, unter denen der Patient bis dahin gelitten hat. So kann er unter Umständen die eventuell bis dahin eingenommenen Medikamente chemischer Herkunft allmählich absetzen oder deren Dosis zumindest verringern.


Zerstörungsprozesse durch Beseitigung der dahinter wirkenden Ursachen können gestoppt und oft auch noch in solchen Fällen weitgehend Beschwerdefreiheit erzielt werden. Die Homöopathie ist eine Reiztherapie. Sie reizt den Organismus, Kräfte zur Überwindung des Krankheitsgeschehens zu mobilisieren. Deshalb sind sogenannte Erstverschlimmerungen, die hin und wieder auftreten können, als Heilreaktionen anzusehen und nicht als Nebenwirkungen im Sinne einer Therapie mit chemischen Mitteln.


Das Mittel wirkt nicht unbedingt so, wie wir uns es wünschen. Oft braucht es ein oder 2 weitere, auf die erste Gabe folgende Mittel. Stellen Sie sich mal die Arbeit an einem Computer mit dem Windows-Programm vor: Sie können das hintere Fenster erst „bearbeiten", wenn das vordere, aktuelle geschlossen ist/wird. Vergleichbar damit ist eine (schwere), chronische Krankheit und deren Heilungsverlauf. So muss bei komplexen Leiden zuerst das meist dringende, für den Patienten schlimmste Symptom geheilt werden